Grundschule Behrungen

Pädagogische Lehr- und Erziehungsinhalte


Inhalt

Unser Leitbild
Die Bedeutung von Grundschule aus unserer Sicht
Schüleraktiver Unterricht
Unterrichtsprozess
Integration im Unterricht
Rhytmisierung des Schultages
Bausteine und Aspekte der rhythmisierten Tagesgestaltung


Unser Leitbild

Grundsatz: Naturnahes und bewegtes Lernen in der Grundschule Behrungen

Zielstellung: An jedem einzelnen liegt es, ob aus einem Haus ein Zuhause wird. Unsere Kinder sind die wichtigsten Gäste, die zu uns ins Haus kommen, sorgsame Zuwendung verlangen, eine zeitlang bei uns verweilen und dann aufbrechen, um ihre eigenen Wege zu gehen.

Leitgedanken zur Schulkultur/zum Schulklima: An unserer Schule streben wir nach Offenheit der Lehrer und Erzieher untereinander und Offenheit gegenüber den Schülern und umgekehrt. Wir wollen auf gar keinen Fall einen angepassten Schüler, der sich kritiklos irgendwelchen Regeln anpasst, wir wollen aber auch keinen Schüler, der die gemeinschaftlich erarbeiteten Spielregeln nicht anerkennen will, ohne die an der Schule ein demokratisches Zusammenarbeiten nicht möglich ist. Die Schule bittet die Eltern herzlich und dringend, ihr Recht und ihre Chance wahrzunehmen, aktiv an der Weiterentwicklung des Schullebens mitzuwirken ohne die Kompetenz der Lehrer anzuzweifeln, sondern dafür echte Hilfe und Unterstützung anbieten und dies nicht nur durch die rechtlich vorgeschriebenen gewählten Mitbestimmungsgremien wie Klassenelternsprecher, Schulelternvertretung oder Schulkonferenz.

Leitlinien:

  • Aneignung von Wissen und Können in hoher Qualität
  • Differenzierung zur optimalen Förderung der kindlichen Persönlichkeit gestalten
  • Lernen mit allen Sinnen anregen
  • Schulung Fein- und Grobmotorik der Kinder
  • Nachhaltigen und respektvollen Umgang mit unserer Umwelt herausbilden und prägen
  • Ausgestaltung Schulgelände (z.B. Bepflanzung, Begrünung, Grünflächen und Schulgarten)
  • Lernen in und von der Natur
  • Immer wiederkehrende Projektgestaltung zur Thematik Umwelt
  • Traditionspflege und Wahrung ländlichen Brauchtums
  • Vielfältige kulturelle und sportliche Aktivitäten im Schulalltag
  • Messen der Leistungen bei Wettbewerben und Ausscheiden
  • Aktive Nachwuchsgewinnung für das rege Vereinsleben im Grabfeld gestalten

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Die Bedeutung von Grundschule aus unserer Sicht

Die Grundschule ist als Schulart von großer Bedeutung. Hier werden, wie ihr Name sagt, Grundlagen für das Lernen und die Entwicklung des Kindes geschaffen. Sie führt Kinder aller Bevölkerungsschichten in breit angelegter Streuung geistiger und sozialer Vorprägung zusammen. Sie bietet damit im überschaubaren Rahmen ein Abbild unserer Gesamtgesellschaft. Aus täglich erlebten Erfahrungen entwickelt sich allmählich Gemeinsinn. Es ist dies ein in unserer Zeit gar nicht hoch genug einzuschätzendes Erziehungsziel.

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Schüleraktiver Unterricht

Schwerpunkte des offenen, erfahrungsbezogenen, schüleraktiven Unterrichts sind Lebensnähe, Ganzheit, Selbsttätigkeit, Anschauung sowie soziale Integration. Unser Ziel hinsichtlich der Integration besteht darin zu vermitteln, dass sich alle Kinder mit ihren individuellen Unterschieden und Gegensätzen tolerieren und in die Klassengemeinschaft integrieren. Darauf ist unser Angebot im Rahmen der Ergänzungsstunden ausgerichtet. Wir bieten bereits seit 1992 durchgängig Frühenglisch an, eine gute Möglichkeit, Kindern Sprache, Traditionen, Lebensgewohnheiten und Landeskunde anderer Kulturen zu vermitteln. Oder das Angebot des Chores und der Laienspielgruppe, wo man geeignete Lieder, Stücke und Rollenspiel übt, aufführt, diskutiert und auswertet. Weiterhin setzt man in der Gruppe Sport und Spiel auf Teamgeist und fairen sportlichen Wettkampf. Nicht zuletzt Schulfeste und Projekte, bei denen die Eltern und die Öffentlichkeit einbezogen werden, beinhalten die Thematik.

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Unterrichtsprozess

Als Organisationsformen des Unterrichtsprozesses trifft man bei uns sowohl den Fachunterricht als auch den fächerübergreifenden Gesamtunterricht an. Wir gehen davon aus, dass Lernen ganzheitlich geschieht, also mit dem Kopf, mit den Händen und mit den Sinnen abläuft. Das Konzept setzt darum auf die praktische Anwendung von Formen der Entspannung und Konzentration und die Experimentierfreudigkeit von Grundschulkindern. Aus diesem Grund werden Übungen zum Bewegen und Auflockern, Spiele und Phantasiereisen, praktische Entspannungsübungen, (wie z.B. Atemübungen, Bewegungsformen, Ruheübungen sowie das Lernen mit allen Sinnen) in den Unterricht einbezogen.

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Integration im Unterricht

Erreicht wird dies unter anderem dadurch, dass leistungsstarke Kinder ihr Wissen unter einem sozialen Aspekt sehen. In Partner- und Gruppenarbeit geben sie aus ihrem Fundus an schwächere Mitschülerinnen und Mitschüler etwas weiter. Und weil sie bei ihrer Hilfestellung Kompliziertes in einfache Muster herunter transformieren müssen, festigen sie ihr eigenes Wissen (lernen durch lehren). Ganz wichtig, ist es, dass sich die Kinder wohl fühlen. Deshalb sind Differenzierungsmaßnahmen innerhalb des Klassenverbandes unabdingbar. Der schwächere Schüler bedarf der auf ihn zugeschnittenen Förderung und der Leistungsstarke muss durch Zusatzaufgaben gefordert werden. In einer so geführten Klasse kommt bei niemandem Langeweile auf.

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Rhythmisierung des Schultages

Der schulische Zeit- und Arbeitstakt ist angemessen mit den Bedürfnissen und der Dynamik von Grundschulkindern abgestimmt. Lernen - Bewegung - Freizeit wechseln. Über den Tag hinweg kommt eine Vielfalt an Lernformen zur Anwendung wie Frontalunterricht und freie Arbeitsphasen, angeleitete Unterrichtszeit und frei gestaltete Unterrichtszeit. Unterricht, Spielpause und Freizeitgestaltung werden im Komplex betrachtet. Die zeitlichen Strukturen als äußerer Rahmen öffnen die Chance zur individuellen Lerngestaltung durch das Kind.

Wenn von Rhythmisierung des Tagesablaufes gesprochen wird, dann bedeutet dies für uns:

  • die Tagesgestaltung mit dem kindlichen Lernrhythmus abzustimmen
  • Anspannung und Entspannung bewusst zu wechseln
  • Lern-, Arbeits- und Spielformen zu variieren.

Die Abkehr vom 45-min-Takt ist eine unabdingbare Notwendigkeit.

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Bausteine und Aspekte der rhythmisierten Tagesgestaltung

Gleitzeit und offener Anfang von 7.35 - 8.00 Uhr

Gleitzeit gibt die Möglichkeit des zeitlich versetzten Ankommens in der Schule. Der offene Anfang in der Gleitzeit ermöglicht das differenzierte Tun jedes Kindes. (Der Beginn der Gleitzeit wird durch die Busankunft der Fahrschüler bestimmt.)

Morgenkreis und Wochenabschlusskreis
  • Nahtstelle zwischen offenem Anfang und weiterem Unterricht
  • wichtiges Element für die Planungsbeteiligung von Kindern
Gemeinsames Frühstück

Das gemeinsame Frühstück (Ritual) findet im Zeitraum von 8.35 bis 8.45 Uhr statt. (äußerer Zeitrahmen)

Lern- und Organisationsformen im veränderten Schulvormittag/ Innere Differenzierung

In einer anregenden Lernumgebung, die unterschiedliche Anknüpfungspunkte bietet, können Schüler selbst Schwerpunkte setzen.

Lehr- und Lernformen, die eine Differenzierung möglich machen, sind:

  • Wochenplanarbeit
  • Projektarbeit
  • Stationenlernen u.a.

Innerhalb des fachlich orientierten Unterrichtes wird auch offen gearbeitet.

Pausen

Aktive Spielpausen und Mittagspausen gibt es um 11.20 und ab 12.15 Uhr.

Hort/Nachmittag

Übergang zur Hortarbeit und Nachmittagsgestaltung findet ab 12.30 Uhr und teilweise 13.30 Uhr statt.

Den Kindern sind Übungsfelder für einen bewussten Umgang mit Zeit zu gewähren. Spezifische Strukturelemente dafür sind: Hausaufgabenzimmer, Arbeitsgemeinschaften, Interessengemeinschaften, Förderangebote und die offene Hortarbeit.

Fazit

Rhythmisierung findet auf zwei Ebenen statt:

auf der Ebene der äußeren Rhythmisierung,
wenn ein Wechsel der Lernformen stattfindet, z.B. Wochenplanunterricht, Stationenlernen und frontaler Unterricht wechseln

und

auf der Ebene der inneren Rhythmisierung,
in der es um eine Steuerung der Lernprozesse durch das einzelne Kind geht, z.B. Lernhilfen wahrnehmen, Kontakte zu anderen Kindern aufnehmen, Entspannungsphasen bewusst gestalten. (Es wird deutlich, dass die innere Rhythmisierung eigentlich bei jedem Lernen stattfindet.)

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Mit dem Blick auf unser "Schulhaus" stellen wir immer wieder fest, dass die "Bau- und Einrichtungsphase" unseres Konzeptes nie vollständig abgeschlossen ist, denn es wird ständig ausgebaut, jedoch auch verändert und verworfen.

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Für den Inhalt dieser Seite ist die Schulleitung der Grundschule Behrungen verantwortlich.


Besuche seit 23. August 2004Copyright © 2004 Doris Günther All Rights Reserved. Letzte Aktualisierung am 01.12.2010